die presse

2009, Raderbroich, Juni, Hoerenhof

- RP 05.06.09, "Gemalte Eskapaden auf dem Hoerenhof"

- NGZ 10.06.09, "Feminine Kunst im Hoerenhof", Gabriela Drees-Holz und Wilma-Rosa Combach-Jansen malen Bilder, die einfach schön sind"

1- Rheinische Post, 05.06.2009
Gemalte Eskapaden auf  dem Hoerenhof

VON ANGELA WILMS-ADRIANS

Liedberg/Raderbroich Jedes Jahr gibt Gabriela Drees-Holz einen Kunstkalender heraus. Dann wird ihr schlagartig bewusst, welche Themen sie in den letzten Monaten besonders intensiv verfolgten. Die Auswahl für 2009 bestätigte, dass ihr in jüngster Zeit „Licht-Momente“ ganz besonders am Herzen liegen. Dieser Zyklus sowie  Beispiele der Serie „Farbklänge“ prägen im wesentlichen ihren Beitrag zur Ausstellung auf dem Hoerenhof in Raderbroich. Die Mönchengladbacherin Wilma-Rosa Combach-Jansen ergänzt die Präsentation mit einer Malerei, die sich den „Eskapaden des Lebens ohne verbale Kommunikation“ widmet.
Gabriela Drees-Holz wohnt seit sechs Jahren neben der Schlosskapelle in Liedberg. Die ländliche Idylle und der herrliche Garten sind für sie der „krasse Gegensatz“ zu den großen Städten Madrid   und    Caracas,  in denen   sie

„Seelisch beglückt
in die bunte
Farbenwelt entrücken


aufwuchs. Vor 18 Jahren entdeckte die Lehrerin, die Romanistik, Geographie und Germanistik in Köln studierte, ihre Leidenschaft  für die bildende Kunst. Beim berufsbegleitenden Studium an der Alanus-Kunsthochschule in Alfter bei Bonn liess sie sich in verschiedene Techniken einweisen. Hier entdeckte sie auch das Interesse am Druck. Ansonsten arbeitet sie mit Pinsel, Spachtel, Sand und Collage. Die 54-Jährige experimentiert leidenschaftlich gerne. Zum Beispiel bei einer Serie monochromer Bilder auf Pappe.  Dabei wellte Gabriela Drees-Holz das Papier derart, dass es wie Leder aussieht. Die Freude an Klängen brachte die Querflötenspielerin in ein Musikbild ein. In der Collage sind Notenauszüge zu sehen. Und auch sonst experimentiert die Künstlerin mit verschiedenen Grundierungen, um ihre Bilder zu strukturieren.
Gabriela Drees-Holz entwickelt Aussagen durch gegenständliche und abstrakte Gestaltung. Im Bild „Königin von Saba“ jongliert sie mit Abstraktionen und Anleihen an alte Malereien. Sie malt selten traurige Motive und lebt die Freude an Farben aus. „Entrückt in der Farbwelt“ kann Gabriela Drees-Holz bis zu 18 Stunden durcharbeiten. Lächelnd gesteht sie: „Dann bin ich zwar körperlich geschafft, aber seelisch beglückt und zufrieden“.

Vernissage: am 5.6. um 19 Uhr. Am 6. und 7.6. ist von 11 bis 18.00 Uhr geöffnet. Am 6.6. singt um 15 Uhr der Get Joy Gospelchor zugunsten der Kinderdirekthilfe Korschenbroich

2- NGZ 10.06.09,

"Feminine   Kunst   im   Hoerenhof"
Gabriele Drees-Holz und Wilma–Rosa Combach-Jansen malen Bilder, die einfach schön sind

Raderbroich (mog) Peter Hoeren weiß genau, was er zeigen möchte: „Ich mag Künstler, die Bilder malen, die einfach schön sind“. Unter diesem Aspekt hat er  auch die beiden Künstlerinnen ausgewählt, die jetzt im Rahmen des  „Kunst an der Kuhwiese“ zum ersten Mal im Hoerenhof ihre Arbeiten ausstellen. Dazu gehört die vielseitige Kunst der Korschenbroicherin Gabriela Drees-Holz.
Die Studienrätin hat sich das handwerkliche Know-how  in Kursen und in einem berufsbegleitenden Kunststudium angeeignet. Sie ist seit 1995 künstlerisch tätig und bringt ihr Kunstverständnis  sowohl in gegenständlicher als auch in abstrakter Weise zum Ausdruck. „Ich fasse die Motive in Sequenzen zusammen“, so Gabriela Drees-Holz. Die Arbeiten, die jetzt im Hoerenhof zu sehen waren, hat sie unter das Thema „Farb-Klänge“ gestellt. Sie alle verströmen Optimismus und leben von Schwingungen und Facetten, die auch auf unterschiedliche Techniken und Farben zurückzuführen sind. Die „Farb-Klänge“ setzen sich mit den sich ergänzenden Wahrnehmungen menschlicher Sinne, auch der Verbindung zwischen dem Sehen und Hören auseinander.  „Dreho“, wie ihr Künstlername lautet, schwelgt in Farben, die sie auf Papier, Pappe, Leinwand, Holz, Glas oder Stoff aufbringt.
Auch bei Wilma-Rosa Combach-Jansen steht die Farbe ganz vorne an:“ Die meisten davon rühre ich selbst an, vorzugsweise aus Naturpigment-Leinölmischungen.“  Die Mönchengladbacherin ist Autodidaktin und hat sich unter anderem an der Freien Akademie für Malerei in Düsseldorf weitergebildet. Mit ihren Arbeiten möchte sie Emotionen ausdrücken, „die innerliche Reise zwischen Gefühlen, Farben und Formen.“ Mit dieser Aussage lädt Wilma-Rosa Combach-Jansen ein, sich auf das Spiel der Farben einzulassen, um auf der Bildoberfläche „das Bild hinter dem Bild“ zu entdecken. Um dies auszudrücken, benutzt sie auch Spachtelmassen, Lasuren, Ölkreide, Kohle, teils in Kombination mit Gold- oder Kupferlegierungen.
Beide Künstlerinnen sind von der Malerei in gewisser Weise beseelt, lieben das Experimentieren und wissen, dass sie den eingeschlagenen Weg konsequent weiter gehen werden. Vielfalt, positiver Ausdruck und die Farbigkeit der Bilder unterstreichen den natürlichen Rahmen, den der Hoerenhof bildet. Dieses Ambiente und die interessanten Bilder hatte ein großes Vernissage-Publikum angelockt, darunter war auch Ansgar Heveling.
Die Ausstellung dient auch einem guten Zweck: Zehn Prozent vom Verkaufs-Erlös spendeten die Künstlerinnen der Aktion für die Straßenkinder von La Paz.